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Pascoe Bloggertour 2018 Part 1

Pascoe Bloggertour 2018 Part 1

[Werbung/Pressereise: In Zusammenarbeit mit Pascoe Naturmedizin]

31. August 2018

Hallo Freunde,

im Rahmen einer Ausschreibung haben sich mein Bruder Moritz und ich für die Pascoe Bloggerreise 2018 beworben. Wir haben ein Bewerbungsvideo gedreht und uns eine Route ausgedacht, die den Haupthemenfeldern der Reise: Nachhaltigkeit und Naturmedizin entsprochen haben. Das sind nämlich genau unsere Schwerpunkte. Mein Bruder „Doc Mo“ ist Medizinstudent und klärt auf YouTube über medizinische Themen auf. Ich habe mich durch Fairknallt natürlich schon mit einigen Nachhaltigkeitsthemen auseinander gesetzt. Mit ein bisschen Glück hat es dann geklappt und wir durften am 19. August unsere zweieinhalbwöchige Reise antreten.

Reisen in Deutschland
Im Durchschnitt machen die Deutschen drei mal im Jahr Urlaub. Und das besonders gern mit dem Flugzeug. 2017 sind laut statistischem Bundesamt 207.368.826 Passagiere verteilt auf 1.844.722 Flüge in Deutschland gestartet. Tendenz seit Jahren weiter steigend. Gerade Fernreisen - nach zum Beispiel Asien - werden immer beliebter und billiger. Zum großen Leid des Klimas. Mit einem Hin-und Rückflug nach zum Beispiel Thailand wird pro Passagier nämlich so viel CO2 ausgestoßen, wie ein/e Deutsche/r in einem ganzen Jahr durchschnittlich Auto fährt. Ein weiterer, umweltbelastender Trend sind riesige Kreuzfahrtschiffe. Über 300 sind zur Zeit auf den Weltmeeren unterwegs, Tendenz ebenfalls steigend. Kreuzfahrtschiffe machen so allein 3% der weltweiten CO2 Emissionen aus. Das klingt erstmal nicht viel, aber weil die Schiffe mit dreckigem Schweröl fahren, stoßen sie großen Mengen Schwefel- und Stickoxide sowie Feinstaub aus. Auf dem Deck eines Kreuzfahrtschiffs setzt man sich also in freiwillig den Stoffen aus, die in Hamburg gerade für Dieselfahrverbote gesorgt haben.
Das sind nur einige der Punkte, die für uns dafür gesprochen haben, endlich mal eine ausführliche Reise durch Deutschland zu machen. Wir sind in Bayern aufgewachsen und im Urlaub ging es meistens nach Süden, also nach Italien. Den Norden und Osten von Deutschland kennen wir also wenig bis gar nicht. Die Frage, die ich auf der Reise beantworten will lautet: ist Deutschland wirklich so ein vielseitiges Reiseland, dass sich für Urlaub in den Sommerferien eignet? Den Versuch treten wir nun an.

Anreise im BMWi3
Treffpunkt Hamburg. Los geht es im geliehenen BMWi3 Elektroauto. Zugegeben, Elektroautos sind immer noch umstritten. Sie haben oft keine große Reichweite, die Akkus verbrauchen in der Produktion viel CO2 und ob der Strom aus der Zapfsäule Ökostrom ist, kann dir auch keiner garantieren. Dennoch wollten wir - beide elektroautounerfahren - diese Art der Fortbewegung ausprobieren. Allerdings hatten wir bei unserem Roadtrip doch einige weitere Distanzen eingebaut, um möglichst viel von Deutschland zu sehen. Um einen Range Extender, der die Reichweite des Elektroautos nochmal um 100km mittels eines Benzinmotors erhöht, kamen wir also nicht herum. Auch weil wir nicht wissen, ob wir in diesen teils sehr abgelegenen Orten, die wir besuchen, überhaupt Stromladesäulen finden.

Das erste Gefühl im Elektroauto? Wow ist der leise! Super angenehm, gleiten wir über die Autobahn hinweg und zwischendurch geben wir auch mal richtig Gas und stellen fest, wie bombastisch der i3 beschleunigen kann. Wegen Zeitdruck müssen wir gleich zu Beginn schon einmal Benzin tanken. Den Akku zu laden dauert mehrere Stunden und wir müssen die Fähre erreichen. Zweites Gefühl: beim Thema Reichweite gibt es noch einiges zu tun!

Ruhe auf der Hallig Langeneß
Man muss vielleicht an dieser Stelle noch erwähnen, dass weder Mo noch ich große Reiseplaner sind. In unserer Familie hat diesen Part immer unsere reiselustige Mutter übernommen, wodurch wir uns stets entspannt zurück lehnen konnten. Der Start der Reise ging demnach etwas stressig los, da wir beide vergessen hatten nachzusehen, wann eigentlich die Fähre Richtung Langeneß abfährt. Und es gibt nur zwei Überfahren am Tag. Eine um 10 Uhr morgens, eine um 18 Uhr. Mit Ach und Krach schaffen wir es auf die Fähre. Nach zweistündiger Fahrt zwischen Menschen in Funktionskleidung und Wanderschuhen und einem zehnminütigen Spaziergang durch Wind und Wetter, kommen wir mit unseren unhandlichen Rollkoffern in unserem Hotel an.

Vom Jahrhundertsommer merken wir hier eher weniger. Draußen sind keine 20° C bei heftigem Sturm und ich stelle mich schon mal innerlich darauf ein, zweieinhalb Wochen die gleiche Jeans zu tragen.
Im Hotel kommt dann aber schnell die große Stuben-Gemütlichkeit inklusive Reise-Müdigkeit in mir auf. Nach Rührei mit, im Hotel eigenes gepulten Krabben, und vegetarischen Maultauschen (lecker!) geht es direkt ins Bett unters Reetdach, wo man noch leise den Wind pfeifen hört.
Nach einem ausgiebigem, leckerem Frühstück, dann direkt der erste Programmpunkt: ein Halligspaziergang zum Leuchtturm, der genauer gesagt ein Leit- und Quermarkenfeuer ist und das Fahrwasser Süderaue nahe der Hallig markiert. Wir gehen auf Teerstraßen. Die schönen Wiesen mit dem lila blühenden Halligflieder sind nur für Vögel und Kühe da. Die Kühe wiederum machen hier übrigens auch nur Urlaub und werden nach dem Sommer frisch, gesund und munter wieder auf das Festland geschifft. Die 18-jährige Katharina, die hier ein freiwilliges, soziales Jahr macht erzählt uns sprudelnd vielerlei spannende Dinge über Halligen, die sozusagen regelmäßig überschwemmende Inseln sind. Langeneß ist die größte von insgesamt zehn deutschen Halligen. Und dennoch wohnen hier nur 113 Menschen. Es gibt eine Bürgermeisterin, eine Schule mit 15 Kindern und zwei Kindergärtnerinnen für ein Kindergartenkind. Wenn man das im Prenzlauer Berg wüsste…
Ich bin direkt fasziniert von der Freundlichkeit der Menschen und ihrer extrem auffälligen Gelassenheit. Aber viel über das man sich aufregen könnte, passiert auf einer Hallig auch nicht. Wir dürfen uns einige Sprüche anhören, die witzig sind, aber auch sehr direkt und uns ein bisschen treffen. Auf norddeutschen Humor muss man sich erstmal einstellen. Ich frage Katharina noch ein wenig aus. Wie kann man als 18-Jährige ein Jahr auf einer Insel verbringen, wo es als einzige Abendveranstaltungen das Fest der Freiwilligen Feuerwehr und Doppelkopfturniere gibt? Sie sagt, Partys wären nicht so ihr Ding und in der großen WG des Naturschutzvereins in dem sie tätig ist, wäre durch die vielen Besuche genug los.
Wir merken gleich, Klimaschutz ist hier eine große Sache. Irgendwie ja auch klar, wenn man die Auswirkungen direkt vor (oder bald in) der eigenen Haustüre sieht. Der Meerespiegel steigt. Langeneß war ursprünglich 1179 Hektar groß. Heute sind es nur noch 956 Hektar. Die Grenzen der Hallig werden zwar aufwändig mit Steinen befestigt, doch ob das langfristig etwas bringen wird, kann mir Katharina nicht sagen. Nach einem extrem heißen Sommer wird der Klimawandel für mich nicht nur spür- sonder auch sichtbar.

Mit das faszinierendste am Reisen finde ich zu sehen, wie unterschiedlich Menschen leben. Immer wieder probiere ich mir vorzustellen, wie es wäre einer der 113 Einwohner zu sein. Die Betonung liegt auf „versuchen“. Ich bin ein Mensch, der es liebt, wenn er im Urlaub seine Ruhe hat. Deshalb fühle ich mich hier auch schnell sehr wohl. Ich genieße den weiten Blick über die menschenleeren Wiesen und vor allem die unendliche Ruhe, die nur durch das Geraschel des Windes im Gras unterbrochen wird. Doch mir vorzustellen hier zu leben, fällt mir schwer. Im Alltag habe ich gern etwas mehr Trubel.
Nach ausgiebigen Fahrradtouren und einer Führung durch das Kapitän-Tadsen-Museum geht es auf zu unserem nächsten Reiseziel.

Surfen in St. Peter-Ording
Wir haben Glück, denn das Wetter schwingt kurzzeitig um und wir verbringen unseren ersten Tag in St. Peter-Ording in der Sonne am Strand. Es erinnert mich hier irgendwie an Florida. Der Strand ist riesig, die wenigen Häuser stehen auf hohen Holzpfeilern. Überall Drachen und Kites, die durch die Lüfte fliegen. Am nächsten Tag wollen wir selbst aktiv werden. Wir fahren zum Leuchtturm Westerhaven und verlaufen uns erstmal auf der Strecke zwischen Parkplatz und Leuchtturm. Gerade noch rechtzeitig kommen wir zur Wattwanderung an - wir werden wohl nur lernen besser zu planen, wenns mal nicht klappt! Dafür lernen wir vielerei Dinge über Würmer, Muscheln und wie das nochmal genau mit Ebbe und Flut funktioniert. Mit den Füßen den Wattschlamm zu durchqueren macht echt Spaß und ich fühle mich wieder wie ein Kind.

Am nächsten Tag will mein Bruder einen Kitesurfkurs mitmachen. Leider hat es inzwischen nur noch 17° C und es regnet. Einen Kitesurfkurs habe ich schon einmal gemacht und trotz der großen Freude am Kitefliegen, mir auf dem Board den Fuß verletzt. Seitdem traue ich mich da nicht mehr ran. Für meinen Bruder gibt es nicht genug Wind. Für mich zu wenig Sonne um Wellenreiten zu gehen. Ich begnüge mich also derweil mit Yoga und Lesen und finde es herrlich einmal keine Verpflichtungen zu haben.

Am letzten Tag juckt es mich dann doch noch in den Fingern und ich leihe mir eine Surfausrüstung aus. Es hatte auch an diesem Tag nur lausige 17° C und ich stelle mir ernsthaft die Frage, wie lange man wohl im Wasser bleiben kann, ohne zu erfrieren. Ich wage es aber trotzdem - mit zwei Neoprenanzügen übereinander - und siehe da: das Wasser ist wärmer als die Außentemperatur. So wird mir schnell ziemlich warm und ein Neo landet platschnass am Strand. Ich habe Spaß in den Wellen und die Kälte des Windes bekomme ich gar nicht mit. Wahrscheinlich, weil ich so oft mit dem Kopf unter Wasser bin :) Ich bin eben Anfängerin... aber eine sehr motivierte!

Ich hoffe ich konnte euch schon mal ein bisschen Lust auf Reisen in Deutschland machen. Lest nächste Woche, wie unser Trip weiter geht. Da steht der Nationalpark Harz und die Sächsische Schweiz auf dem Programm. Live könnt ihr unsere Tour in unseren Stories, auf meinem und dem Instagram Kanals meines Bruders verfolgen.

Alles Liebe,
Marie

[Werbung/Pressereise: Die Kosten der Reise übernimmt Pascoe Naturmedizin. Die Berichterstattung über die Reise ist nicht bezahlt]

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